Deutscher Journalisten-Verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

News für Freie

Steuern

Der Pensionär, die selbständige Tätigkeit und sein Arbeitszimmer

27.02.2015

Steuern sparen bis zum Schluss

Wer als Pensionär oder Rentner selbständig tätig ist, kann die Kosten für ein Arbeitszimmer ohne Einschränkung als Betriebsausgabe geltend machen, wenn er woanders keinen Arbeitsplatz hat. Auch ein Raum im Keller kann geltend gemacht werden. Für die Berechnung, welchen Anteil der Raum an den Gesamtkosten der Wohnung ausmacht, sind dann auch alle sonstigen bewohnbaren Räume im Keller mit einzubeziehen. Das hat der Bundesfinanzhof im Fall eines selbständigen Gutachters entschieden, die Grundsätze dürften aber auch auf freie Journalisten übertragbar sein.

Normalerweise können Selbständige ihr häusliches Arbeitszimmer nur geltend machen, wenn sie keinen anderen Arbeitsplatz haben. Dabei liegt die Höchstgrenze für die Geltendmachung bei 1.250 Euro. Wenn das häusliche Büro allerdings den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit darstellt, gilt diese Deckelung nicht.

Der Bundesfinanzhof machte deutlich, dass für die Frage, was die berufliche Tätigkeit sei, nur solche Bezüge zu berücksichtigen sind, die für die aktuelle Ausübung einer Tätigkeit gezahlt werden. Pensionen und Renten sind daher nicht zu berücksichtigen. Wenn der Rentner also noch eine bestimmte selbständige Tätigkeit hat, gilt diese als seine maßgebliche berufliche Tätigkeit. Für die Frage wiederum, welche Flächen im Keller als bewohnbar gelten und daher bei der Wohnfläche zu berücksichtigen sind, zog das Gericht die Wohnflächenverordnung heran. Danach gelten Zubehörräume nicht als Wohnfläche, wohl aber Räume, die nach Funktion, Lage oder Ausstattung dem Standard eines Wohnraums entsprechen.

BFH, Urteil vom 11.11.2014, Aktenzeichen VIII R 3/12, Quelle: Pressemitteilung des Bundesfinanzhofs vom 24.2.2015


M. Hirschler (hir@djv.de)

News für Freie

Cornona-Krise

Neue DJV-Tipps für Freie zu Finanzhilfen

26.11.20

Corona: ,,Novemberhilfen" helfen den meisten Freien nicht, Anträge für ,,Neustarthilfe" erst im Januar 2021 möglich. Über Details der aktuellen Hilfsmaßnahmen informieren neue "DJV-Tipps für Freie", die hier als PDF abrufbar...

Corona-Krise

Weiterhin kaum Hilfen für einen Teil der Freien

16.11.20

Nachdem die meisten frei journalistisch tätigen Personen bereits bei der aktuellen "Novemberhilfe" der Bundesregierung leer ausgegangen sind, bleibt auch die angekündigte "5.000-Euro-Hilfe" für viele enttäuschend. Grund: es wird...

Personalräte

Freie sollen ausgeschlossen werden

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Der Deutsche Journalisten-Verband wendet sich gegen das Vorhaben der Bundesregierung, die arbeitnehmerähnlichen freien Journalistinnen und Journalisten aus den Personalräten vieler öffentlich- rechtlicher Sender herauszuhalten.

Corona-Krise

Keine Hilfen für Freie

06.11.20

Die als "Novemberhilfen" bezeichneten Unterstützungsmaßnahmen des Bundes werden nur an Unternehmen und Selbständige gezahlt, die direkt von den Schließungsanordnungen der Bundesländer betroffenen sind, also beispielsweise...

Freie

Irreparabler Schaden befürchtet

06.11.20

Der Deutsche Journalisten-Verband wirft der Bundesregierung vor, dass sie mit ihren sogenannten November-Hilfen die freien Journalistinnen und Journalisten im Stich lässt.

Corona

Privatsphäre wichtiger als Aufklärung?

02.11.20

Die Zahl der Corona-Infizierten in kleinen Ortsgemeinden in der Pfalz wird vom Landkreis als Geheimsache eingestuft - mit Rückendeckung der Justiz.

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Bildjournalismus

Aktuelle MFM-Honorar-Erhebung: Bitte mitmachen!

15.10.20

Die Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (MFM) sucht wieder aktuelle Honorarangaben für die Erstellung ihrer Honorarübersicht. Alle, die im Fotojournalismus tätig sind, sollten nach Auffassung der Vertreter des DJV in der MFM...

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14.10.20

235 Euro für eine Auskunft nach dem Informationsfreiheitsgesetz? Das klingt nach Wucher, ist aber nach einem aktuellen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts rechtmäßig. Freie Journalisten haben das Nachsehen.

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12.10.20

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Ruft Harry Potter zum Umsturz der Regierung von Belarus auf? Bizarrer Prozess gegen das Portal tut.by

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Am 8. Oktober hielt das Wirtschaftsgericht in Minsk eine vorläufige Anhörung über die Klage des Informationsministeriums ab, dem Internetportal TUT.BY den Status als Medienfirma zu entziehen. Gegenwärtig ist dieser Status bereits...

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