Deutscher Journalisten-Verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

News für Freie

Gründungszuschuss

"Nur wer nicht vermittlungsfähig ist, erhält den Gründungszuschuss"

31.08.2012

Entgegen allen Ankündigungen beweist sich, dass Arbeitsministerin von der Leyen die Förderung von Existenzgründern faktisch abgeschafft hat


Raus aus der Arbeitslosigkeit mit dem Gründungszuschuss der Arbeitsagentur? Das galt früher. Der Gründungszuschuss scheint faktisch abgeschafft, seitdem eine Reform am 28. Dezember 2011 in Kraft getreten ist. Dabei hatte Arbeitsministerin von der Leyen im Bundestag noch von "pragmatischen Entscheidungen in den lokalen Arbeitsagenturen" gesprochen.

Konkreter Fall in dieser Woche: Eine Journalistin wollte jetzt aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit starten. "Nicht mit uns", erklärte ihr die zuständige Beraterin der Arbeitsagentur. "Bei uns erhält den Gründungszuschuss nur, wer unvermittelbar ist!"

Will heißen: Geld für Existenzgründungen erhalten nur Leute, denen niemand (irgend)einen Arbeitsplatz vermitteln kann. Also Leute, die keine ausreichenden Qualifikationen und Kenntnisse haben.

Unvermittelbarkeit als wesentliche Voraussetzung für eine Existenzgründung? Wie sollen denn offensichtlich für den Arbeitsmarkt ungeeignete Personen in dem noch viel härteren Haifischbecken der Selbständigkeit überleben können? Umgekehrt wäre es richtig: Wer unvermittelbar ist, gehört in Schulungsmaßnahmen, aber nicht in die Selbständigkeit. Solche Personen in die Selbständigkeit abzuschieben, ist unverantwortlich und eine Verschwendung von Fördermitteln, die engagierte Gründer dringend benötigen.

Was macht die Arbeitsministerin? Schweigt und bleibt offensichtlich dabei, dass ihr Haus alles richtig macht. Dabei wäre eine Korrektur der Verwaltungspraxis dringend erforderlich.


Michael Hirschler, hir@djv.de

News für Freie

Corona-Krise

Neustarthilfe Januar-März 2022 kann jetzt beantragt werden

20.01.22

Die Corona-Krise hat viele Freie hart getroffen - und dauert immer noch an. Daher wird das Programm der Neustarthilfe auch im Frühjahr 2022 fortgesetzt. Bis zu 4.500 Euro können in diesem Hilfsangebot beantragt werden. Für Freie...

Kritische Infrastruktur

Journalisten gehören dazu

06.01.22

Der Deutsche Journalisten-Verband stellt gegenüber Bund und Ländern klar, dass Journalistinnen und Journalisten Teil der kritischen Infrastruktur sind.

Corona und die Freien

Hilfsmaßnahmen werden auch 2022 fortgesetzt

25.11.21

Aufträge werden gecancelt, Events werden abgesagt: Corona trifft die Freien schon wieder in aller Härte. Hier die wichtigsten Informationen dazu in Kürze:

Übergriffe

Medienhäuser in der Pflicht

08.11.21

Die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten bei der Berichterstattung muss spürbar verbessert und die Pressefreiheit in vollem Umfang gewährleistet werden.

Presseauskünfte

Regierung weiß nichts

08.10.21

Die amtierende Bundesregierung ist fast schon Geschichte, aber nur fast: Ihr Nichthandeln beim Auskunftsrecht der Medien wirkt in die kommende Legislaturperiode hinein.

Medienanfragen

Spahn missachtete Pressefreiheit

22.09.21

Der Deutsche Journalisten-Verband begrüßt die Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts vom gestrigen Dienstag zum presserechtlichen Auskunftsanspruch auf Bundesebene (BVerwG 6 A 10.20).

Corona-Krise

Hilfen für Selbständige bis Jahresende 2021 verlängert

09.09.21

Die Bundesregierung verlängert die Hilfen für Selbständige bis zum Jahresende 2021. Das gilt sowohl für die Neustarthilfe Plus als auch die Überbrückungshilfe Plus. Das bedeutet beispielsweise, dass im Rahmen der Neustarthilfe...

Afghanistan

Unterlagen erhalten

03.09.21

Das Bundesverteidigungsministerium hat zugesagt, Unterlagen zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr für den Bundestag aufzubewahren. Davon dürften auch Journalisten profitieren.

Dieselaffäre

Transparenz vor der Wahl

19.08.21

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert vom Bundesverkehrsministerium noch vor der Bundestagswahl Aufklärung über die sogenannte Dieselaffäre.

Bestseller

Nachvergütungen einfordern

30.07.21

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert alle Urheberinnen und Urheber auf, gegenüber ihren Auftraggebern auf Nachvergütung zu pochen, wenn mit ihren Werken unerwartet große Gewinne erzielt werden.

Schwarz-rote Gesetzgebung

Bescheidene Bilanz

29.07.21

Die Bilanz der schwarz-roten Bundesregierung in der zu Ende gehenden Legislaturperiode fällt für den Journalismus dürftig aus.

Corona-Krise

Neue Hilfen für Freie

21.07.21

Der DJV informiert in einem aktuellen "Tipps für Freie" über neue Hilfen für Freie angesichts fortdauernder wirtschaftlicher Schwierigkeiten in Zusammenhang mit der Corona-Krise. Link zum DJV-Tipps für Freie (PDF)

News 1 bis 12 von 809

Schon gewusst?Rund 60 Prozent aller Freien arbeiten aus Überzeugung hauptberuflich frei, 40 Prozent sind als Freie tätig, weil sie keine Anstellung finden (Quelle: DJV-Umfrage 2014).

Auch bei der EU in Brüssel sind viele Freie unterwegs - nicht immer freiwillig frei. Foto: Hirschler

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